Dipl.-Ing. L. Palmowski,
Dr.-Ing. J. Müller
Institut für Mechanische Verfahrenstechnik der TU
Braunschweig
Zielsetzung:
Zur
Behandlung von biogen-organischen Reststoffen werden biologische Verfahren wie
die Kompostierung und die Vergärung oft verwendet. Die anaerobe Vergärung, die
viele Vorteile bei nassen, strukturarmen Materialien hinsichtlich der
Prozeßführung hat, verläuft in vier Prozeßschritten:
·
Die Hydrolyse der in
den organischen Feststoffen enthaltenen Biopolymere zu löslichen Verbindungen
durch Exoenzyme
·
Die Bildung von
organischen Säuren, Alkoholen und Aldehyden aus den gelösten Substanzen
·
Die Umsetzung dieser
Verbindungen in Essigsäure, Wasserstoff und Kohlendioxid
·
Die Bildung von Methan
sowohl aus Essigsäure als auch aus CO2 und H2.
Verschiedene
Autoren haben gezeigt, daß bei dem anaeroben Abbauvorgang die Hydrolyse der
Feststoffe den geschwindigkeitsbestimmenden Schritt darstellt, so daß zur Verbesserung
des Prozeßablaufes eine Unterstützung der biologischen Hydrolyse wünschenswert
erscheint.
Dieses
Ziel wurde in den hier vorgestellten Untersuchungen anhand der Erhöhung der
spezifischen Oberfläche des Feststoffes verfolgt. Hierzu wurden verschiedene
organische Reststoffe zerkleinert und die aus diesem zusätzlichen Prozeßschritt
resultierende Verbesserung der biologischen Vorgänge gemessen.
Quelle:
L. Palmowski, J. Müller
(1999). Unterstützung der biologischen Hydrolyse von organischen Feststoffen
durch eine mechanische Behandlung, GVC/ Dechema- Tagung
"Wechselwirkung zwischen Biologie und Prozeßführung", Preprints Mai
1999, Erfurt