Norbert Dichtl* Johannes Müller**
* : Institut für Siedlungswasserwirtschaft, Technische
Universität Braunschweig
** : Institut für Mechanische Verfahrenstechnik, Technische
Universität Braunschweig
Zusammenfassung:
Während bei der Behandlung und Entsorgung fester Abfälle
die Vermeidungs- und Wiederverwertungskonzepte schon erfolgreich eingesetzt
werden, ist dies bei der Klärschlammentsorgung nur bedingt gegeben. Entweder
werden die Wertstoffe (C, N, P) genutzt und dabei die Schadstoffe in das
Ökosystem eingetragen (Landwirtschaftliche Verwertung) oder die Schadstoffe vom
Ökosystem ferngehalten und dabei die Wertstoffe vernichtet (Verbrennung).
Angesichts dieser Situation ist es an der Zeit, neue Ansätze zu entwickeln.
Ziel dieses Beitrages soll es sein, daß theoretische
Wissen auf dem Gebiet des Recycling der Wertstoffe in Kohlenstoff-, Stickstoff-
und Phosphorverbindungen sowie die auf diesem Gebiet erfolgte praktische
Anwendung darzustellen. Die Einbindung des Verfahrensschrittes Desintegration,
also der Zerkleinerung des Klärschlammes und des Aufschlusses der Zellen in den
Recyclingprozeß wird beschrieben. Durch eine Zusammenstellung der
wissenschaftlich erforschten bzw. praktisch erprobten Teilschritte sollen die
Optimierungsmöglichkeiten zur Verbesserung eines Recyclingprozesses bei der Klärschlammbehandlung
aufgezeigt werden.
Quelle:
N. Dichtl, J. Müller (1997).
Substratgewinnung aus Klärschlamm, 15. Bochumer Workshop Siedlungswasserwirtschaft,
Schriftenreihe Siedlungswasserwirtschaft Bochum, Bd. 33, (1997), S. 77-101