Johannes Müller
Institut für Mechanische
Verfahrenstechnik und Institut für Siedlungswasserwirtschaft, Technische
Universität Braunschweig, Postfach 3329, 38023 Braunschweig, E-mail: jo.mueller@tu-bs.de,
http://www.tu-bs.de/~jom
Einleitung:
Die Feststoffe des Klärschlammes bestehen zu rund 70 % aus organischem Material, das sowohl durch aerobe als auch anaerobe Stoffwechselprozesse biologisch abgebaut werden kann. Nach dieser Behandlung verhält sich der Schlamm gegenüber mikrobiologischen Umsetzungsprozessen weitgehend stabil. Das primäre Ziel dieser Stabilisierung genannten Behandlung ist eine weitgehende Verringerung von geruchsbildenden Inhaltsstoffen und organischen Schlammfeststoffen. Erwünschte sekundäre Ziele sind die Verbesserung der Entwässerbarkeit, die Verringerung der Feststoffmenge, die Verminderung der Krankheitserreger, die Erhöhung der Entsorgungssicherheit und die Gewinnung von Faulgas bei der anaeroben Stabilisierung. Bei der landwirtschaftlichen Verwertung steht das primäre Ziel der Stabilisierung im Vordergrund. Bei den kostenintensiveren Entsorgungsverfahren der Trocknung und Verbrennung stellen die sekundären Effekte der Stabilisierung einen entscheidenden Aspekt dar.
Quelle:
J. Müller (1997). Bedeutung
und Fortschritte der anaeroben Schlammstabilisierung, 12. ZAF-Seminar
"Klärschlammbehandlung und -entsorgung - Erfahrungen und
Perspektiven", Braunschweig, 18/19. Sept. 1997, Tagungsband S. 43-58